Sonntag, 28. November 2010

ALICE SPRINGS: PART 3 - Kings Canyon



Oh nein: Ich kann gar nicht fassen, dass das hier schon der letzte Teil meiner Alice Springs-Märchengeschichte sein soll. Umso mehr sollte ich das Schreiben & ihr das Lesen genießen. ^^
Ich lasse mir gerade die Sonne auf den Bauch scheinen, während ich den Jungs beim Baseball zuschaue und mich schon auf meinen nächsten Trip (in die Blue Mountains) am kommenden Wochenende freue.
Ich frage mich, ob die Sonnenbrillen wohl an den Gesichtern der Australier festgewachsen sind. Denn viele Gesichter hier beim Baseball habe ich tatsächlich noch nie betrachten können, weil mindestens die Augen von zwei schwarzen Löchern verschluckt werden. ;)
Es ist hier gerade einfach nur warm -kein Vergleich zum letzten Mal, als es so gestürmt hat, dass wir uns in die Picknickdecke einrollen mussten.
Da man aber weiß, dass es kuschelig warm wird, versucht man morgens schon so viel wie möglich zu schaffen. Nun ist es gerade 8 Uhr und 25°C warm. Das erinnert mich an letzten Samstag, den letzten Tag der drei-Tages-Tour und den Kings Canyon Walk, den wir um diese Zeit schon zur Hälfte absolviert hatten.
Um 4:30 Uhr aufgestanden, ausgestreckt und allmählich an das frühe Aufstehen gewöhnt, begrüße ich den vor mir liegenden Tag mit einem Lächeln. An diesem Morgen hatten wir etwas mehr Zeit, weil wir uns erst um 5:30 Uhr vollzählig in ein neues Abenteuer stürzen wollten. ^^
So hatten wir einen entspannten Start in den Tag, was ich ja eigentlich vorher nur von Wochenenden (in DE) kannte. Seitdem ich hier in Australien bin, haben wir morgens immer reichlich Zeit, um den Tag zu beginnen.
Aus DE weiß ich aber noch, dass ich immer erst auf den letzten Drücker aufgestanden bin und mich dann eben jeden Morgen beeilt habe. Daran gewöhnt man sich und freut sich dann immer über jede Minute Extraschlaf.
Nicht so aber hier, wo das Leben so lebenswert scheint, dass man gar nicht früh genug beginnen kann, seinen Tag zu nutzen.
Als Beispiel dient mein Großer. Er steht jeden Samstagmorgen um 5:30 Uhr auf, weil wir um kurz vor 8 Uhr zum Baseball fahren. Das wäre mir als Siebenjährige, wo man innerhalb einer Viertelstunde mit allen fertig ist, ZU VIEL Zeit. :D
Wenn man aber am Kings Canyon ist, ist genau das die Uhrzeit, die zum Aufbruch gen Walk angebracht ist.
Der Walk startete mit einem sehr steilen Berg, auf dessen Spitze wir schon erschlagen waren. Die 300 und noch was Naturtreppenstufen waren so steil, dass man außer Atem war. Jenes war allerdings zu erwarten gewesen, weil Mark uns vorgewarnt hatte, dass die ersten 20min die anstrengendsten würden...
Gerade oben stehend, die tolle Aussicht genießend und auf die Holländerinnen wartend, habe ich plötzlich Nasenbluten bekommen. Ich wollte bloß meine Nase putzen und hatte mich von der Japarin ein Taschentuch geschnorrt, als das Rot nicht mehr aufhörte zu fließen und sämtliche weitere Taschentücher zu durchnässen. Dadurch wurde mir (natürlich -.-) schwindelig. Zuvor konnte ich mich nicht beklagen. Dass ich jedoch bei dem Anblick von so viel Blut vom Schwindelgefühl übermannt wurde, hätte ich voraussagen können. Alles Kopfsache, ich weiß. Was soll man dagegen machen?
Um mich, sich selbst und die anderen abzulenken, fing Mark an, uns in Geschichten bestimmte Pflanzen, deren Wirkung und Bedeutung für die Aboriginis zu erläutern. Im Anschluss hat er mir ganz stolz verkündet, dass ich sein erster Erste-Hilfe-Fall sei, woraufhin ich mich erkundigt habe, inwiefern er mir denn geholfen hätte. Dass er mir tatsächlich gesagt hat, wo -meine Nase zusammendrückend- ich dem Blut den Weg versperren sollte, konnte ich wiederum nicht abstreiten. ^^
Ich war weder erschöpft noch ausgepowert, sodass ich mir das Nasenbluten mit der niedrigen Luftfeuchtigkeit erklärt habe, die meine Nase ausgetrocknet hatte.
Der anschließende Walk bis um 9:30 Uhr tat echt gut!












Auch wenn einem dann doch der Schweiß unterm Cowboyhut hervortrat und in den Nacken lief, war es ein angenehmes Gefühl, ein bisschen gewandert zu sein und sich die laaange Busfahrt am Nachmittag verdient zu haben.

Zwischendurch gabs Kekspausen & einige Geschichten von widerwertigen Unfällen, bei deen ich manchmal lieber weniger zugehört habe und versucht habe, mir nicht alles bildlich vorzustellen, um nicht direkt wieder neben der Gruppe zu liegen. ;)













Zudem haben wir geniale Fotos gemacht! Schaut euch diese Jumping-Fotos an; die sind doch tops oder? :D














Nach einem Stündchen Fahrt gab es schon um 10:30 Uhr Luch, weil wir hungrig waren & uns den Schlaf im Bus gönnen wollten, sodass das Essen schonmal erledigt werden musste. ;D
Es gab alle möglichen Reste, die vom Trip übrig geblieben und noch nicht weggeschmissen wurden (was aber Aussie-typisch auch oft vorkam). So kam es, dass wir uns nochmal richtig vollgefuttert haben, ehe es in die Waagerechte ging. -Für mich zwar nicht wirklich, da ich leider nur einen Sitz hatte. Dem hab ich aber Abhilfe geschaffen, indem ich meine Füße ab und zu bei jemandem abgestellt habe, der zwei Sitze hatte. ;)
Der Sinn stand mir kaum nach schlafen, weil ich viel lieber aus dem Fenster gestarrt und mich von den unendlichen Weiten der Wüste hab verzaubern lassen. Da wir auch gute Musik dabei hatten, konnte man sogar die stundenlangen Busfahrten genießen!

Gegen 17:30 Uhr sind wir wieder in Alice Springs angekommen. Die Busfahrt weil teilweise einfach herrlich, wenn wir uns vorne zusammen hingequetscht und "Barbie girl" oder ähnlich fantastische Hits mitgegrölt haben. :D
Wieder im Hostel angekommen, haben wir uns mit kalten Getränken aus Woolworth erfrischt und uns in Alice Springs zwischen all den Aboriginis direkt wieder heimisch gefühlt. ;)

Nachdem Susi und ich ein paar Stunden am Pool gelesen und unsere neue Zimmernachbarin, eine seeeehr alte Dame aus England, kennengelernt haben, sind wir um 19:30 Uhr Richtung Annie's Place aufgebrochen. Denn Mark hatte unserer Gruppe für den Abend einen Tisch reserviert, damit wir noch einen schönen gemeinsamen Abschluss-Abend genießen konnten. Da wir ja am Mittwoch schonmal dorthin mussten, um uns das Extrageld abzuholen, wussten wir den Weg bereits und haben uns dann dort um 20 Uhr mit den anderen getroffen. Der Großteil der Leute hat für $5 fish & chips gegessen. So auch ich und ich muss sagen: It's was awesome! Super lecker! (nachdem wir mithilfe der anfangenen Maisdose vorher im Hostel unseren Hunger überbrücken wollten, was eindeutig nicht geklappt hat, weil der Mais eklig geschmeckt hat; das haben auch unsere beiden durchgehend betrunkenen Tischnachbarn so gesehen^^)

Wir haben einen schönen, aber recht kurzen Abend gemeinsam verbracht, weil wir alle müde waren. Da ich keine Ausgehklamotten dabei hatte, hab ich einfach meinen Cowboyhut aufgelassen, der auch super in diese Location gepasst hat. War richtig nice eingerichtet; so sollte eine Bar (mit Tanzfläche) sein. Die vielen Stories, die an den Wänden/Tapeten/Schildern zu verfolgen waren, die schöne Beleuchtung, der Außenbereich. Tops! Muss wohl eine der angesagtesten Bars in Alice Springs. Wenn auch nicht soo viel los war, kann ich mir kaum vorstellen, dass irgendwo anders ein größerer Bär gesteppt hat. ;) Mark war allerdings nicht da, weil er am nächsten Morgen um 6 Uhr schon die neue Tour starten musste & dafür alles vorbereiten musste.

Wir waren dann so gegen 22:30 Uhr im Bett und haben guuut geschlafen. Susi war wie immer schon morgens um 6 Uhr wach. Ich hab mich aber nochmal umgedreht und bis 7:30 Uhr weitergeschlafen. Immerhin mussten wir erst um 10 Uhr das Hostelzimmer räumen und um 10:30 Uhr in den Shuttle Bus zum Flughafen steigen, sodass ich nicht gewusst hätten, was außer Lesen ich die vier Morgenstunden über hätte machen können.
Wir haben uns dann Frühstück gekauft, unsere Bücher am Pool durchgelesen und sind dann zum Flughafen gefahren worden. Nach den drei Stunden Flug (drei Holländer, die auch bei unserer Tour dabei waren, saßen nur wenige Reihen vor uns :)) sind wir mit einem Taxi vom Flughafen nach Marrickville -zu Susis Zuhause- gefahren, damit sie sich noch die Fotos vom Wochenende auf ihren Laptop ziehen konnte.
Ihre Mum hat das Taxi bezahlt, weil sie uns eigl abholen wollte, ihre Kleine aber krank war... :/
Ich bin dann um 18 Uhr mitm Zug von Marrickville nach Bankstown gefahren und bin um 18:45 Uhr ins Wohnzimmer spaziert, wo meine versammelte Family das Wochenende auf der Couch hat ausklingen lassen. Brandon hatte am Wochenende einen seiner vorderen Zähne verloren, sodass er total anders aussah. ^^ Außerdem war Annas Paket angekommen, sodass die Jungs mir erstmal vorführen mussten, was sie bekommen hatten.

So ging ein sehr schönes Wochenende vorbei und ich fühlte mich wieder Zuhause. :)
Habe ich während meiner Berichte erzählt, dass sie mir eine Sms geschrieben haben?
- In dieser haben sie mir erzählt, dass Zacy seinen gold-award (für die Sunnies) bekommen hat und sie mich sehr vermissen. Darüber hab ich mich von Herzen gefreut!

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