Donnerstag, 25. November 2010

ALICE SPRINGS: PART 2 - Uluru/Ayers Rock





Here we go, part 2.

Ich habe morgens um 4 Uhr die Augen aufgeschlagen und immer noch unverändert den wunderschönen Sternenhimmel über mir gesehen. Neben mir stieg nur noch ein bisschen Rauch auf, der im selben Moment von Toni gelöscht wurde. Auf der anderen Seite war Susi bereits aus ihrem Schlafsack gekrabbelt und in Richtung Frühstück gewandert.
So hab ich mich auch aufgerafft und einige coco pops in mich reingelöffert. Ich liebe diese Cornflakes. Aber nur mit kalter Milch, weil sie dann so schön... ihr wisst schon. ^^
Pünktlich um 4:45 Uhr haben wir uns zurück auf den Weg zum Uluru gemacht, um den Sonnenaufgang zu bestaunen, der ca eine Stunde später war. Wir mussten allerdings auch noch einige Minuten fahren, sodass wir dort vllt ca ne halbe Stunde gewartet haben. Dafür hatten wir aber auch Logen-Stehplätze, wie ihr auf folgenden Bildern sehen könnt:












Nach dem Sonnenaufgang wurden wir um 7 Uhr auf der anderen Seite des Uluru abgesetzt, um den Base Walk zu machen. Leider war es an diesem Tag zu windig, sodass wir das Klettern vergessen konnten, weil am Eingang "geschlossen"-Schilder hingen.
Es war sogar am Fuße des Berges schon sehr windig, sodass ich dann auch nicht mehr scharf drauf war, hochzukrakseln und mir möglicherweise noch wehzutun. Denn die Geschichten über das, was anderen vorher passiert ist, haben wir uns zu Hauf angehört. Dann bin ich doch lieber auf dem Wanderweg und LEBENDIG! :D
Man durfte den Berg von der anderen Seite nicht fotografieren. Das war streng verboten. Natürlich haben wir trotzdem ein paar unauffällige Fotos geknipst, aber von denen werde ich hier keine reinstellen. (Vorsicht ist besser.) Außerdem ist die andere Seite längst nicht so schön wie die, die den Touris immer auf den Postkarten entgegenstrahlt und dazu verführt, die Karten zu kaufen. ;)
Unser Base Walk ging von 7-9 Uhr. Dabei war nicht viel zu beachten: Nicht vom Weg abweichen und den großen, roten Berg immer auf der rechten Seite behalten. Wir haben uns vorher noch darüber lustig gemacht, was man daran denn wohl falsch machen kann, als Mark uns dann erzählt hat, dass es tatsächlich schon Asiatinnen geschafft haben, sich zu verlaufen. Klaaaar mit dem 863 m hohen Berg direkt neben sich, verläuft man sich ja auch. *Vogel zeig*
Wir haben das jedenfalls nicht geschafft. Ich fand auch diesen Walk nice, weil es noch recht kühl war. Nach ner guten Stunde wurde es aber ein wenig langweilig, weil man die ganze Zeit das gleiche gesehen hat. Der Base Walk ist 9,2km und man sieht größtenteils das gleiche. Aus diesem Grund haben wir auch nicht lange Rast gemacht, sondern sind einfach die Strecke gelaufen, um ein wenig Bewegung zu haben, und waren somit schon 30min früher fertig, in denen wir uns dann entspannen konnten.









Nach dem Walk hatten wir einen kleinen Snack, sind zu bestimmten Stellen des Uluru gegangen und haben uns Geschichten zu den jeweiligen Höhlen, Malereien oder Löchern im Stein angehört, die Mark uns erzählt hat und die allesamt mit den Aboriginis zu tun hatten. Dabei konnten wir die meiste Zeit im Schatten sitzen, sodass mir dieser Part super gefallen hat. Nebenbei Kekse essen... Top!
Der wilde Hund auf den Bildern ist übrigens ein Dingo. Kein australischer Einheimischer, aber schon seit seeehr langer Zeit in Australien lebend und weit verbreitet.











Um 10:30 Uhr sind wir ins Cultural Center gegangen, wo wir doch tatsächlich einer deutschen Reisegruppe über den Weg gelaufen sind. Dass man überall Deutsche trifft, erfreut mich ja sowieso nicht so sehr. Aber dass es dann auch noch Führungen für ca 30 -offensichtlich DEUTSCHE- gibt... Uf. Wir sind doch hier nicht in Deutschland.
Da wir aber alle schon zu erschöpft waren, um rumzulaufen und uns weitere Gemälde aboriginal art anzusehen, haben wir uns in das kleine Café gesetzt und uns erstmal mit allen einen erzählt. Dabei hat vor allem Mark viel von sich erzählt, was echt interessant war. Ich hätte nie gedacht, dass man als Tourguide so viel Geld verdient! Jedoch ist er momentan auch mind 6 Tage die Woche am arbeiten. Jede Woche zweimal die gleiche 3-Tages-Tour, immer das gleiche Essen; aber natürlich trotzdem jedes Mal eine andere Tour, weil immer neue Leute dabei sind.
Da würde ich mir für meinen späteren Job glaube ich mehr Abwechslung wünschen. Er hat auch betont, dass er sich das nur noch bis nächstes Jahr vorstellen kann & es ihn dann wohl zurück an die Westküste -nach Perth- zieht.

Gegen 11:15 Uhr sind wir nach dem Genuss unserer kalten Getränke im Café wieder aufgebrochen und haben um 11:30 Uhr geluncht. Die Chicken Sandwiches waren super lecker! Wie könnte es auch anders sein, haben wir alle mehr gegessen als unser Körper gebraucht hätte, sodass wir erstmal einen Moment verdauen und ein bisschen Schlaf nachholen mussten. Dazu bot sich die anschließende vierstündige Autofahrt zum Kings Canyon an. Da wir immer mal wieder Pause gemacht haben und zwischendurch einen längeren Stop zum Feuerholzsammeln eingelegt haben, kamen wir dann um 17:30 Uhr in einem Camp beim Kings Canyon an, wo wir uns in einem Pool erfrischt und Dinner gegessen haben.


(die Mädels sammeln Feuerholz ^^)

Im Pool habe ich mit nen paar Mädels aus einer anderen Tour gequatscht, von denen doch eine allen Ernstes aus Lage kam. ;) Das war schon herrlich! Dass man in Sydney Leute aus Deutschland und auch aus der eigenen Nähe trifft, ist auch schon verwunderlich (ein Mädel kommt zB aus Bad Salzuflen). Aber in diesem Pool -der wirklich sehr naturnah, um nicht zu sagen dreckig, gehalten war- mitten in der Pampa so jemanden zu treffen, hat mich verblüfft!
Zum Abendessen gab es super leckere Spaghetti Bolognese à la Mark. Einige Mädels, die keine Bikinis dabei hatten, haben ihm beim Kochen geholfen:



Nach dem Abendessen haben wir uns um 18:30 Uhr auf den Weg zu unserem nächtlichen Camp gemacht. Dort angekommen war es kurz vor 20 Uhr uns wir Passagiere alle ziemlich scared. Denn Mark hat uns unterwegs Horrorgeschichten aus nem Horrorfilm erzählt, die vor ein paar Jahren in Australien wirklich passiert sind. Einige direkt in der Wüste (da kann ich mir das auch gut vorstellen *schluck*) und eine zB auch an der Ostküste, wo ich mitm Denni hochfahren will. Natürlich enthielten die Geschichten immer Backpacker und meistens Pärchen. ;)
Aber man kann Alice Springs und das Red Center einfach nicht mit der touristischen Ostküste vergleichen, wo man zum Glück nicht ganz so einfach verschleppt werden könnte.
Jedenfalls war es dort im Camp stockfinster, sodass wir erstmal unser Feuerchen gemacht haben und immer mindestens zu zweit den kleinen dunklen Pfad zum Klo entlang gegangen sind, der auf einen sandigen Weg führte, auf dem man sich irgendwie beobachtet fühlte. Naja nach solchen Geschichten fühlt man sich überall beobachtet. xD Wie langsam wir dazu mit unserer schwachen Beleuchtung diesen huckeligen Berg hochgefahren sind, hat wirklich zu diesen Geschichten gepasst. Mark macht das nicht zum ersten Mal.
Dorts ums Feuer sitzend, haben wir noch einige Spiele gemacht und gequatscht, ehe wir um 22:30 Uhr alle müde waren und in die Schlafsäcke gekrabbelt sind. Denn die Vorstellung, am nächsten Morgen wieder um 4:30 Uhr aufzustehen, hat einen schon im Voraus müde gemacht. :D
Das war wirklich ein schöner Ausklang eines tollen Tages!
Mitten in der Wüste in dem Schlafsack liegend und den jaulenden Dingos ringsherum lauschend (die sich anhören wie Wölfe und überall im Camp rumlaufen, sodass an den Türen des Toilettenwagens Schilder stehen, die Tiere bitte nicht in den Toilettenwagen zu lassen ^^), während irgendwo in der Ferne Aboriginis auf ihren Didgeridoos spielen. Traumhaft! Ein bisschen wie aus einem Märchenbuch.
An diesem Abend waren wir wirklich richtig in der Pampa und auch bis auf die paar Leute aus den anderen Gruppen völlig allein. Willkommen im Busch! ;)
In der vorherigen Nacht wurde ich von keinen gefährlichen Tieren angegriffen, sodass ich diese Nacht mutig war und mein Mosquitonetz weggelassen habe. Oder vielleicht war ich auch einfach nur zu faul, zurück zum Bus zu laufen.
Jedenfalls brauchte man die Netze tagsüber dringender als in der Nacht, weil die Fliegen tagsüber besonders am Anfang furchtbar nervig waren. Ständig fliegen einem die Mistviecher in die Ohren, in die Nase, in die Augen. Sonnenbrillen waren da wirklich nützlich. Aber schon am zweiten Tag hatte man sich ein wenig an die Fliegen überall gewöhnt. Nachts war nichts zu merken, sodass wir in Ruhe schlafen konnten.

Ich hätte gerne noch viel länger diesen Ausblick genossen. Bin jedoch total schnell eingeschl............. tzzzzzz. ;)


Fortsetzung (über Samstag und Sonntag) folgt!

2 Kommentare:

  1. Du glaubst gar nicht, wie unwirklich schön solche Bilder aussehen, wenn man nicht dort gewesen ist. =)

    Ich konnte heute übrigens im Englischunterricht mit meinem Wissen punkten. Alles, was du mir hier erzählt hast, war heute kurz Thema. =) Das war echt cool. ^^ Und ich konnte sagen, dass eine Freundin von mir grad vor Ort war.<3

    Es ist unglaublich, was du erlebst.

    Obwohl, und da muss ich auf den ersten Eintrag zurückgehen, es doch schon ein wenig seltsam scheint, erst das Känguru zu knuddeln und dann zu essen, oder?? o.ô Jaja, wir Westeuropäer. ^^

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  2. Oh Schatzi ich freu mich, dass du damit sogar in der Schule punkten kannst! Ha, wenns das nicht wert ist. :)

    Glücklicherweise war es nicht dasselbe Känguru, denn das hätte ich dann sicher doch nicht übers Herz gebracht. Aber wissend, dass es vorher auch so ausgesehen hat... Hhhmm... ^^
    Das Fleisch schmeckt ähnlich wie Rehfleisch und in Australien wiiiiiimmelt es von Kängurus (so wie es in Deutschland Rehe gibt). Insofern ist es hier nichts Besonderes & ich übernehme einfach den Aussie-Gedanken, dass das normal ist. ;)
    Wir waren an dem Abend echt hungrig und ich war neugierig; wollte sagen können, dass ich das probiert habe.
    Aber wenn es beim nächsten Mal auch Chicken zur Auswahl gibt, werde ich mich wohl eher gegen das Beuteltier entscheiden. :D

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